Ein schwerer Abschied

Die Kinder und ich haben uns heute Nacht das Bett geteilt (wie sonst auch). Gillis hat mich kurz nach 1 Uhr mit den Worten ”Mama, ich habe Sallys Schnuller neben mir gefunden. Nimm ihn, damit er nicht verloren geht. Sie will ihn später sicher wieder” aufgeweckt. Das ist so typisch Gillis. Immer erst an Sally denken. Ich erkenne mich selbst darin und meine Beziehung zu meinem kleinen Bruder wieder. Ich hatte immer alles im Blick, damit es ihm nur gut geht.

Gegen halb 8 sind wir aufgestanden. Wir haben uns frisch gemacht und sind dann runter zum Hotelfrühstück. Wir haben die Tradition eingeführt, dass man Nutella essen darf, wenn man im Hotel wohnt (gilt allerdings nicht für mich, ansonsten würde das halbe Jahr aus Nutella-Frühstück bestehen). Auf jeden Fall hatte ich ein richtig leckeres Overnight Oat mit Preiselbeeren und die Kinder haben getoastete Sandwiches und Waffeln mit Sahne und Nutella gegessen. Wir haben bis 9 Uhr noch auf dem Sofa gelegen und sind dann ausgecheckt, haben das Auto geholt und sind zu Gillis Fußballtraining gefahren.

Sally und ich haben währendessen die Enten besucht und auf dem Spielplatz gespielt. Wir konnten ja noch nicht heim, weil ja noch gerade Hausbesichtigungen geschehen.

Nach dem Fußballtraining sind wir nach Långängen gefahren und haben mit Michaela, der kleinen Andrea und Gustav zu Mittag gegessen. Unsere Kinder sind fast im gleichen Alter, was super ist. Ich habe das beste frischgebackene Brot mit frischer Butter seit Ewigkeiten gegessen. Rustik, dunkel, fluffig mit toller Kruste. Einfach lecker! Långängen ist wirklich ein toller Ortsteil von Lidingö. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Odd hat die Kinder gegen 13 Uhr abgeholt. Es war ja eigentlich seine Woche, aber ich bin dankbar dafür, dass ich sie ein bisschen mehr sehen durfte. Weil er ein paar Tage verpasst hat bleiben sie bis Mittwoch bei ihm. Ich kann mich normalerweise ohne größere Probleme verabschieden, aber heute hat es echt weh getan. Ich hab gemerkt, dass Gillis mir das angesehen hat. Ich habe versucht meine Zähne seinetwegen zusammenzubeißen. Es ist wirklich das letzte das ich will, dass er sich wegen meiner Gefühle schlecht fühlt. Ich habe stattdessen gesagt ”Ist doch toll, Gillis. Du darfst Zeit mit Papa und der Katze verbringen und ich kann trainieren und arbeiten. Alle sind happy!”. Ich weiß noch aus meiner eigenen Kindheit, dass es mir wichtig war meine Eltern beim Verabschieden happy zu sehen. Das Gegenteil tat immer sehr weh.

Nach dem Verabschieben bin ich zum Training gefahren. 1,5 Krafttraining in Smedtunden. Dann bin ich heimgefahren, die Hausbesichtigungen sind wohl gut gelaufen, ich bin also gespannt ob wir bald ein Angebot erhalten. Von Natur aus mache ich mir nie Sorgen bei so etwas, alles löst sich ja immer irgendwie. Entweder wird das Haus jetzt verkauft oder ich vermiete es eben. Ich habe einen ökonomischen Puffer, ich muss mir also für eine lange Zeit erst mal keine Gedanken machen. Das ist ein tolles Gefühl so selbstständig zu sein.

Jetzt habe ich daheim eine Maniküre/Pediküre. Danach verbringe ich einen Abend mit mir selbst. Ich werde was Gutes zu Abend essen, mir eine Gesichtsmaske auflegen und mich auf die neue Arbeitswoche vorbereiten. Morgen Früh gehts zum Unternehmerstag in Kristianstad.

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